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Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) stellt Expertise des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für das Land Hessen vor


Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) stellte am 20. September 2010 auf ihrem 17. Bildungsforum eine Expertise "Bildung in Zeiten knapper Kassen: Pro-Kopf-Finanzierung statt Institutionenförderung!" vor, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in Kooperation mit der VhU für das Land Hessen erstellt hat. "Die IW-Studie zeigt deutlich, wo Handlungsbedarf besteht. Dies sind im Schulsystem vor allem die staatliche und kommunale Schulverwaltung, die Arbeitszeit und die Entlohnung der Lehrkräfte sowie die Lehreraus- und -fortbildung.  

"Wir sollten zukünftig mehr in jeden einzelnen jungen Menschen investieren statt in Institutionen. Um die richtigen bildungspolitischen Entscheidungen treffen zu können, benötigen wir vor allem mehr valide Daten über unser Bildungsfinanzierungssystem", forderte Hans-Peter Klös, Geschäftsführer und Leiter des Wissenschaftsbereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). "In der Bildungspolitik wird heute vor allem über den prozentualen Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) diskutiert, meist im Vergleich mit anderen Ländern. Das macht aber wenig Sinn, wenn z. B. die Anzahl der Schüler in den Ländern stark unterschiedlich ist oder wichtige Kostenpositionen gar nicht erfasst werden", sagte Klös. Er schlage daher vor, die jährlichen Kosten je Bildungsteilnehmer als zentrale Vergleichgröße zu verwenden.

 Die IW-Expertise für Hessen mache allerdings deutlich, dass die bisher erfasste Datengrundlage auch für eine solche "Pro-Kopf-Betrachtung" nur unzureichend sei. Die Pensionslasten der Beamten im Bildungsbereich seien z. B. um rund eine Mrd. Euro untererfasst, die Schulverwaltungsausgaben der einzelnen kommunalen Schulträger variierten um das bis zu Dreifache des geringsten Wertes und eine verlässliche Aussage zu den Kosten der Lehrerbildung sei nicht möglich. "Wenn wir wissen wollen, was ein Schüler tatsächlich kostet, wo Effizienzpotenziale liegen und wie Bildungsinvestitionen den höchsten Ertrag erbringen, dann brauchen wir bessere Daten", sagte Klös abschließend.

 Das VhU-Bildungsforum wird seit 2004 regelmäßig veranstaltet und beleuchtet das Thema "Selbstständige Schule" unter verschiedenen thematischen Blickwinkeln. Erfolgreiche Beispiele aus dem In- und Ausland werden vorgestellt und mit Experten und Expertinnen aus Politik, Institutionen und Verbänden diskutiert.

mehr>>>>>>>>Vortrag Hans-Peter Klös

mehr>>>>>>>>Pro-Kopf-Finanzierung statt Institutionenförderung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Kontakt:

 

Reinhold Maisch

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